06.09.2017 | Kempten
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Vorsicht Aquaplaning: bei Regen steigt die Unfallgefahr

Weißer Pkw BMW bei Sicherheitstraining auf nasser Fahrbahn mit Pylone

Es regnet und regnet: Das Fahren bei starkem Regen bedeutet für Autofahrer erhöhte Aufmerksamkeit, denn jetzt droht Aquaplaning. „Das sogenannte Aufschwimmen der Reifen auf einem Wasserkeil ist deswegen so gefährlich, weil der Kontakt des Pkw zur Straße verloren geht, so dass weder lenken noch bremsen möglich ist", sagt Ralf Müller-Wiesenfarth Cheftrainer der südbayerischen ADAC Fahrsicherheitszentren.

Grundsätzlich kann Aquaplaning auf allen Straßen mit erhöhtem oder hohem Wasserstand auftreten. Besonders kritisch kann es werden, wenn die Profiltiefe der Reifen unter 3,5 mm sinkt. Dabei nutzen weder Allradantrieb noch Antiblockiersysteme (ABS) etwas, und auch elektronische Stabilitätsprogramme (ESP) helfen nur bedingt. „Erst am Ende der Aufschwimmphase kann das ESP dazu beitragen, die Fahrstabilität zu behalten oder wieder zu erlangen", sagt der ADAC Chefrainer.

Aquaplaning droht übrigens nicht nur bei sehr hohen Geschwindigkeiten. „Beim Zusammentreffen mehrerer ungünstiger Faktoren können die Reifen auch schon bei Geschwindigkeiten unter 80 km/h aufschwimmen", sagt der ADAC Experte. Aquaplaning tritt plötzlich auf und ist für den Fahrer gar nicht oder nur sehr schwer rechtzeitig zu erkennen. Deshalb rät Müller-Wiesenfarth zu vorausschauender und umsichtiger Fahrweise. Dazu gehört auch, das Abblendlicht einzuschalten und einen ausreichenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten. „Bei Regen gibt es nur eins: Fuß vom Gas, rechtzeitig und konsequent runter mit der Geschwindigkeit."

Weitere Tipps zur sicheren Fahrt bei schlechten Witterungsverhältnissen gibt es bei den Fahrsicherheitstrainings des ADAC in Kempten. Infos gebührenfrei unter Telefon 0800 89 800 88 und im Internet www.sicherheitstraining.net

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