Sommertipps für Motorradfahrer Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und nur ein paar weiße Wölkchen am Himmel. Das heißt für jeden Biker: Rauf aufs Motorrad und eine Tour durch die Region fahren.

Es gibt viele traumhafte Routen für Biker in der Region. Bei aller Euphorie heißt es aber auch aufpassen - auf Straßenverhältnisse und andere Verkehrsteilnehmer. Laut ADAC Unfallforschung passieren bei schönem Wetter über 90 Prozent aller tödlichen Motorradunfälle. Rund mehr als zwei Drittel der tödlich verunglückten Motorradfahrer ist auf Bundes- und Landstraßen und klassischen Ausflugsstrecken ums Leben gekommen.

Gut vorbereitet zu sein ist daher das A und O einer Motorradtour. Was es zu beachten gibt, haben wir in einigen Tipps zusammengefasst:

6 sommerliche Tipps für Motorradfahrer

Schutzkleidung

Auch wenn das Thermometer die 30-Grad-Marke knackt, sollten Biker auf keinen Fall auf Schutzkleidung verzichten. Gerade bei kurzen Strecken neigen manche dazu, in Jeans und T-Shirt und sogar ohne Handschuhe zu fahren. Unser Tipp: Wer es in der schweren Lederkleidung nicht aushält, kann Sommer-Textilkleidung mit Protektoren tragen, die Stabilität und einen gewissen Schutz bietet.

Thema Helm

Wer einen luftdurchströmten und hellen Integralhelm besitzt, behält auch bei hohen Temperaturen einen kühlen Kopf. Ein Außen-Temperaturunterschied zwischen „Schwarz" und „Weiß" von mehr als 30 Grad ist keine Seltenheit. Als Alternative gibt es spezielle Jethelme mit Kinnbügel für den Sommer. Apropos Helm: Kaum ist man auf der Straße, haben Insekten mit dem Visier Bekanntschaft gemacht. Bei jedem längeren Halt sollten Biker deshalb auch die Kunststoffscheibe reinigen. Wasser und ein weiches Tuch reichen. Brillenputztücher tun’s auch!

Vorausschauend fahren

Wer im Stau steht oder längere Standzeiten hat, sollte den Motor ausschalten, sonst droht Überhitzung. Eine echte Gefahr stellen sogenannte „Blow Ups" dar: Beton-Fahrbahnen brechen zu Sprungschanzen für die Motorradfahrer auf. Gefahrenstellen kann man oft voraus ahnen – und Geschwindigkeit und Fahrstil entsprechend anpassen. Für Motorradfahrer ist es enorm wichtig, sich selbst richtig einzuschätzen und auf die Gefahrensituationen schnell und gezielt zu reagieren.

Technik-Check vor der Urlaubsreise

Vor der Fahrt in den Urlaub heißt es die Maschine durchzuchecken. Passen die Pneus noch? Die Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimeter. Stimmt der Reifendruck? Ist die Batterie noch okay? Ist die Kette korrekt gespannt? Greifen die Bremsen? Funktionieren Schaltung und Beleuchtung? Und wenn dann alles passt, stellt sich die entscheidende Frage: Wohin mit dem ganzen Krempel? Schwere Gegenstände gehören möglichst nahe an den Schwerpunkt der Maschine, zum Beispiel in den Tankrucksack. Auf die Gepäckbrücke oder in die Koffer dürfen nur leichte Sachen, denn Motorräder sind aerodynamisch sehr empfindlich. Nach dem Bepacken sollte man aber den Reifendruck noch einmal überprüfen, eventuell die Federvorspannung erhöhen und die Dämpfung anpassen.

Pausen einplanen

Und dann bis zum Urlaubsort am Meer durchdüsen - Auf keinen Fall! Um die Konzentration hochzuhalten und um Körperverspannungen vorzubeugen, rät der ADAC den Bikern öfter mal eine Pause einzulegen. Es ist auch sehr zu empfehlen, für die Anfahrt eine zwar längere aber dafür interessante Strecke zu planen, dann beginnt der Urlaub schon an der eigene Haustür. Nur wer gut erholt ist, kann auch vorausschauend fahren. Und eines ist auch klar: Nach einem Stopp macht das Biken gleich noch mehr Spaß.

ADAC Motorrad-Trainings

Nicht zuletzt ist ein ADAC Motorrad-Training eine gute Vorbereitung auf den Motorrad-Sommer! Ob Anfänger, Wiedereinsteiger oder Routinier - die ADAC Fahrsicherheitsanlagen haben für jede Bikerin und jeden Biker den passenden Kurs