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Servicethemen

Alle Servicethemen in der Übersicht:

Tipps für die dunkle Jahres Zeit - Gutes Sehen und Beleuchtung
Vorsicht Rutschgefahr im Herbst!
Urlaubsgepäck sicher verstauen
Wildunfälle vermeiden
Tipps zum Sprit sparen




Tipps für die dunkle Jahres Zeit - Gutes Sehen und Beleuchtung

Die Tage werden kürzer, die Dämmerung setzt früher ein, die dunkle Jahreszeit bestimmt zunehmend unseren Alltag. Natürlich auch den Straßenverkehr. Bevor der Winter die Verkehrsteilnehmer in den Griff nimmt, sollte die Frage zur Inspektion in den Fokus rücken. Batterie ok? Blinker in Ordung? Scheinwerfer richtig eingestellt? Scheibenreiniger eingefüllt? Haben die Winterreifen das richtige Profil? Eine Kontrolle, die aber nicht nur das Fahrzeug betreffen sollte, sondern auch den Fahrzeuglenker selber. Fakt ist, dass sich bereits ab dem 40. Lebensjahr die Sehschärfe verringert, vor allem bei Dämmerung und in der Dunkelheit tun sich viele Autofahrer schwer. „Sehschwächen können das Risiko im Straßenverkehr deutlich erhöhen“, betonen die Experten für Augenmedizin, etwa 300 000 Verkehrsunfälle pro Jahr haben ihre Ursache in schlechtem Sehen, die Unfallquote steigt besonders zwischen Oktober und Februar im Dunkeln an. Alterungsprozesse der Augen führen zu Trübungen, die Blendempfindlichkeit nimmt zu und eine Nachtkurzsichtigkeit führt dazu, dass der Fahrzeuglenker Schwierigkeiten hat, entfernte Gegenstände zu erkennen. Deshalb mahnt der ADAC im Zweifelsfall unbedingt den Augenarzt aufsuchen. Der kann mit einer entsprechenden Sehhilfe helfen, doch schlechte Sichtverhältnisse, blendende Scheinwerfer oder Lichtspiegelungen auf regennasser Fahrbahn sind für jeden Autofahrer eine Herausforderung. Sehen, aber auch gesehen werden! Wie ist es also mit der „Sehstärke“ des Automobils bestellt? Eine funktionierende Lichtanlage ist natürlich ein Muss, rät Cheftrainer der Fahrsicherheitszentren in Südbayern, Ralf Müller-Wiesenfarth. Deshalb vor dem Starten kontrollieren. Generell gilt auch: Mit Licht wird man auch besser gesehen. Also Licht an bei Dämmerung, Regen oder Nebel. Nebelscheinwerfer dürfen allerdings erst bei einer Sichtweite unter 50 Metern und einer maximalen Geschwindigkeit von 50 km/h eingeschaltet werden. Bei schlechter Sicht Geschwindigkeit und Abstand zum Vordermann anpassen. Schmutzige oder verschmierte Fensterscheiben, die das Licht entgegenkommender Fahrzeuge reflektieren, verschlechtern die Sicht zudem zusätzlich. Aus diesem Grund sollten alle Fensterscheiben von innen und außen gründlich gereinigt werden. Auch die Klimaanlage gehört auf die To-Do-Liste, denn nur eine intakte Klimaanlage entzieht der Luft im Auto Feuchtigkeit. Auf die Scheibe gerichtete Düsen verhindern das Beschlagen der Fensterscheiben 

Vorsicht Rutschgefahr im Herbst!

Der Herbst ist für Autofahrer oftmals nicht so golden wie er aussieht. Viele Straßen liegen jetzt im Schatten und sind feucht. Fallende Blätter und der erste Frost verwandeln den Asphalt oftmals in reinste Rutschbahnen. Hilfreiche Tipps für den anstehenden Winter gibt’s von unserem Cheftrainer Ralf Müller-Wiesenfahrt.

Herr Müller-Wiesenfarth, warum sollten im Herbst Autofahrer besonders vorsichtig unterwegs sein?

Müller-Wiesenfarth: Fallende Blätter sollten für Autofahrer ein Alarmsignal sein. Denn feuchte Blätter auf der Straße sind oft wie Schmierseife. Egal ob Laub oder dann im Winter bei Eis auf der Straße, der Bremsweg kann jetzt schnell dreimal so lang werden wie im Sommer. Deshalb ist in der kalten Jahreszeit eine angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren besonders wichtig.

Besonders kritische Stellen im Herbst sind auch Brücken, weil sie nicht von der Bodenwärme profitieren. Da pfeift der Wind oben und unten durch und unterkühlt sie.

Morgens ist es jetzt schon empfindlich kalt ...

Müller-Wiesenfarth: Stimmt. Ab jetzt ist es vorbei mit dem sommerlich guten Grip auf der Fahrbahn. Da ist es wertvoll, wenn man eine Temperaturanzeige im Auto hat oder sich den Wetterbericht im Radio anhört. Achtung: 4 Grad Außentemperatur kann Bodenfrost bedeuten. Und das heißt erhöhte Rutschgefahr. Also lieber ein paar Minuten früher aufstehen und vorsichtig zur Arbeit fahren. 

Und wenn ich doch einmal unvermittelt bremsen muss..

 Dann heißt es voll in die Eisen. Im ADAC Fahrsicherheits-Training sagen wir dazu „Schlag-Bremsung“. Mit aller Kraft aufs Bremspedal, fest und impulsiv. Keine Angst, da geht nichts kaputt, dafür ist die Bremse gemacht. Und wenn es beim ABS-Fahrzeug jetzt ordentlich rüttelt im Pedal, zeigt das nur an, dass das System arbeitet. Das ABS erhält übrigens auch die Lenkfähigeit des Fahrzeugs – wenn es also mit dem Bremsen nicht ganz reicht, dann bleibt man auf dem Pedal und steuert weich um das Hindernis herum. Wie man das ganz genau macht, lernt man übrigens in jedem ADAC Fahrsicherheits-Training.  

Wann benötigt man Winterreifen?

Müller-Wiesenarth: Mit dem Aufziehen der Winterreifen sollte man nicht zu lange warten. Bereits ab 7 Grad plus hat man mit der Gummimischung eines Winterreifens deutlich bessere Karten beim Bremsen und Kurvenfahren. Schon mit 3 bis 4 mm hat ein Winterreifen übrigens seine beste Zeit hinter sich. Und beim Scheibenreinigen an der Tankstelle sollten Autofahrer auch an die Scheinwerfer denken. Denn ein dreckiger Scheinwerfer spendet bis zu 80 Prozent weniger Licht. Und richtig eingestellte Scheinwerfer und eine saubere Windschutzscheibe sind beste Vorraussetzungen dafür, Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Also unbedingt jetzt auch die Qualität der Wischerblätter kontrollieren!

Herbstzeit ist auch Nebelzeit. Was gilt es da zu beachten?

Müller-Wiesenfarth: Genügend Abstand ist jetzt natürlich besonders wichtig. Bei Nebel erkennt man eine Gefahr viel später; das Risiko steigt, wenn die Sicht abnimmt. Dass man die Geschwindigkeit an die Sichtverhältnisse anpasst, das sollte selbstverständlich sein. Die Nebelschlussleuchte bitte erst ab einer Sichtweite unter 50 Metern einschalten, sonst wird der Hintermann geblendet.

Urlaubsgepäck sicher verstauen

Autofahrer haben den Vorteil, dass sie mehr Gepäck mit in den Urlaub nehmen können als etwa Bahn- oder Flugreisende. Reicht der vorhandene Kofferraum nicht aus, kommt der Rest einfach aufs Dach. Ein Blick in die Urlaubsautos zeigt, dass viele Autobesitzer beim Beladen zu wenig an ihre Sicherheit denken. Besonders bei Kombis und Vans werden haarsträubende Fehler gemacht, warnen die Experten vom ADAC.

Wer den Wagen bis unters Dach vollstopft, riskiert selbst bei einem harmlosen Auffahrunfall, dass ihm die Gepäckstücke in den Nacken fliegen. Schon bei mittleren Geschwindigkeiten kann dies lebensgefährlich sein. Und so macht man es laut ADAC richtig: Große und schwere Taschen und Koffer ganz unten im Kofferraum und direkt an die Sitzlehne verstauen. Bei geteilter Lehne Gepäckstücke so platzieren, dass sie die Teilung überdecken.

Bei Kombis oder Vans nicht über die Oberkante der Rücksitzlehnen beladen, wenn kein stabiles Trenngitter oder Netz angebracht ist. Keine schweren oder kantigen Gepäckstücke mit in den Innenraum nehmen. Bei der Verwendung von Dachboxen darauf achten, dass die Zuladung und die zulässige Dachlast (Gewicht) nicht überschritten werden. Gepäck in der Dachbox mit Spanngurten vor dem Verrutschen sichern.

Wer einen Teil des Urlaubsgepäcks in einer Dachbox befördert, sollte daran denken, dass das Fahrzeug höher geworden und der Schwerpunkt nach oben gewandert ist. Das kann die Fahreigenschaften negativ verändern. Vorsicht ist auch bei höheren Fahrzeugen bei der Einfahrt in Garagen geboten, also immer auf die erlaubte Durchfahrtshöhe achten. Auch sollte man nach jeder Pause vor der Weiterfahrt die Befestigung der Box überprüfen. Durch Vibration könnten sich die Verbindungen gelockert haben.

Wer im Urlaub auch ohne Auto mobil sein möchte, nimmt oftmals das eigene Fahrrad mit. Dabei ist ebenfalls einiges zu beachten: Vor einer längeren Fahrt sollte man einmal geübt haben: Eine Trainingsrunde mit dem ungewohnten Gepäck hilft, sich an die neue Fahrsituation zu gewöhnen. Für Fahrrad-Gepäckträger, ob auf dem Dach, auf der Anhängerkupplung oder auf der Heckklappe befestigt, gilt eine optimale Ladungssicherung, denn Windlasten sollten nicht unterschätzt werden. Auch die zulässige Dachlast des PKW darf nicht überschritten werden. Diese liegt in der Regel zwischen 50 und 100 Kilogramm. Angaben hierzu liefert die Betriebsanleitung. Dort gibt der Hersteller auch die Höchstgeschwindigkeit vor, die mit dem Fahrradgepäckträger nicht überschritten werden darf. Diese Höchstgeschwindigkeit kann sogar unter Tempo 100 km/h liegen.

Wildunfälle vermeiden

Der ADAC gibt Tipps zum Verhalten bei Wildwechseln

Herbst und Winter haben beim Autofahren ihre eigenen Anforderungen. Ralf Müller-Wiesenfarth, ADAC Cheftrainer gibt Tipps, wie Sie sicher an Ihr Ziel kommen:

Wissen Sie, was eines der am wenigsten beachteten Verkehrszeichen ist? Das Schild für „Achtung Wildwechsel“. Jetzt im Herbst kann es in der frühen Dämmerung wieder leicht zu unliebsamen Begegnungen auf den Straßen kommen. Und wenn dann im Scheinwerferlicht ein Reh auftaucht, geraten viele Autofahrer in Panik und verreißen das Lenkrad. Im ADAC Fahrsicherheitstraining lernen Sie, wie Sie glimpflich aus so einer Situation wieder herauskommen: Zuerst die Frage – Ausweichen oder Bremsen? Hier gilt die Regel, treten Sie sofort so fest in die Eisen wie möglich. Im Training nennen wir das den „Bremsschlag“. Das baut zum einen Geschwindigkeit ab, hat aber auch den Effekt, dass der Wagen aufgrund der Bremswirkung vorn „in die Knie geht“ und das Wild so aus dem Blend-Kegel der Scheinwerfer kommt. Oftmals genügt das, damit das Tier die Straße schnellstmöglich wieder verlässt. Was dann kommt, hängt von der Situation ab. Denn das Ausweichen will gelernt sein. Oftmals findet der Zusammenstoß mit dem Wild auf der Gegenfahrbahn statt, der Autofahrer hat das Tier regelrecht verfolgt. Das liegt daran, dass wir normalerweise immer dahin fahren, wo wir hinsehen. Deshalb mein Rat: Lenkrad gerade halten und hoffen dass es reicht. Das ist immer noch sicherer als ein Ausflug in den Gegenverkehr. Das richtige Verhalten auf herbstlichen Straßen lernen Sie beim ADAC, zum Beispiel bei einem Training des ADAC im Fahrsicherheitszentrum Saalfelden (A). Infos rund ums ADAC Fahrsicherheitstraining gibt es auch im Internet unter www.sicherheitstraining.net oder telefonisch unter 01805 11 73 11.

Tipps zum Sprit sparen

Wer sparsam fährt, tut etwas für seinen Geldbeutel und schont die Umwelt. Dabei heißt Benzinsparen nicht gleich, als Verkehrshindernis im Schneckentempo über die Straßen zu zuckeln. Der ADAC sagt, wie Sie mit der richtigen Fahrweise zügig und doch sparsam an Ihr Ziel kommen:

- Schalten Sie zügig hoch und fahren Sie dann niedertourig. Bereits nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang schalten und bei etwa 2000 Umdrehungen in den nächst höheren.

- Ab einer Standphase von zehn Sekunden lohnt es sich, den Motor abzuschalten. Also an der Ampel oder an Bahnübergängen das Auto ausmachen.

- Nutzen Sie die Schubabschaltung. Moderne Autos verbrauchen kein Benzin, wenn Sie bei eingelegtem Gang z.B. an die Ampel rollen. Also nicht wie früher gelernt auskuppeln.

- Vorausschauendes Fahren ist das A und O, wenn Sie sparsam unterwegs sein wollen. Ständiges Bremsen und wieder beschleunigen verbraucht viel Treibstoff. Also auch in der Stadt mit dem Verkehr „schwimmen“ und versuchen, gleichmäßig zu fahren.

- Auf Kurzstrecken verbraucht das Fahrzeug das drei- bis vierfache an Benzin. Erst nach etwa vier Kilometern, wenn der Motor Betriebstemperatur erreicht hat, normalisiert sich der Durst. Also vielleicht einmal zum Zigarettenholen zu Fuß gehen?

- Vermeiden Sie unnötige Zuladungen. Jedes Kilo an überflüssigem Gewicht kostet Sprit. Ebenso sind Dachgepäckträger aufgrund des höheren Luftwiederstandes echte Benzinschlucker. Drei Fahrräder auf dem Dach erhöhen beispielsweise den Benzinverbrauch um rund 4 Liter.

- Zu viele elektrische Verbraucher lassen die Lichtmaschine Höchstleistungen vollbringen – und diese bedient sich aus dem Tank! Also die Klimaanlage nur bei langen Fahrten benutzen, Sitzheizungen, Heckscheibenheizung oder Nebelscheinwerfer sparsam einsetzen.

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